{"id":556,"date":"2019-09-04T08:00:16","date_gmt":"2019-09-04T06:00:16","guid":{"rendered":"https:\/\/rechtsprechung-im-ostseeraum.archiv.uni-greifswald.de\/?p=556"},"modified":"2019-12-10T09:00:39","modified_gmt":"2019-12-10T08:00:39","slug":"transcription-guidelines","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/rechtsprechung-im-ostseeraum.archiv.uni-greifswald.de\/de\/transcription-guidelines\/","title":{"rendered":"Transkriptionsrichtlinien"},"content":{"rendered":"<p>In den Abschriften f\u00fcr den Ground Truth wird die litterale oder diplomatische Transkription angestrebt. Das bedeutet, dass wir bei der Transkription m\u00f6glichst keine Regulierungen hinsichtlich der Zeichen vornehmen. Die Maschine muss anhand einer m\u00f6glichst zeichengetreuen Abschrift lernen, um selbst sp\u00e4ter genau wiedergeben zu k\u00f6nnen, was auf dem Blatt zu lesen ist. So \u00fcbernehmen wir beispielsweise konsequent die vokalische und konsonantische Verwendung von \u201eu\u201c und \u201ev\u201c der Vorlage. An das <i>Vrtheill vndt<\/i> die <i>Vniusersitet<\/i> kann man sich erstaunlich rasch gew\u00f6hnen.<\/p>\n<p>Nur in den folgenden Ausnahmen sind wir von der litteralen Transkription abgewichen und haben Zeichen reguliert. Auf die Behandlung von <a href=\"https:\/\/rechtsprechung-im-ostseeraum.archiv.uni-greifswald.de\/?p=1079&amp;preview=true\">Abbreviaturen<\/a> gehen wir noch einmal gesondert ein.<\/p>\n<p>Das \u017fogennante Lang-s und das Schlu\u00df-s oder auch runde S k\u00f6nnen wir nicht litteral \u00fcbernehmen, weil wir weitgehend auf das Antiqua-Zeichensystem angewiesen sind. Daher \u00fcbertragen wir beide Formen als \u201es\u201c.<\/p>\n<p>Umlaute geben wir so wieder, wie sie erscheinen. Diakritische Zeichen werden \u00fcbernommen, es sei denn das moderne Zeichensystem erlaubt dies nicht; wie im Fall des \u201ea\u201c mit \u201adiakritischem e\u2018, <span style=\"font-family: Calibri, serif;\">das zum \u201e\u00e4\u201c wird. Diphthonge werden ebenfalls \u00fcbernommen, das \u201e<\/span><span style=\"font-family: Calibri, serif;\"><span lang=\"nb-NO\">\u00e6\u2033 allerdings als <\/span><\/span><span style=\"font-family: Calibri, serif;\">\u201e<\/span><span style=\"font-family: Calibri, serif;\"><span lang=\"nb-NO\">ae\u2033.<\/span><\/span><\/p>\n<p>Das Ypsilon wird in vielen Handschriften als \u201e<span style=\"font-family: Arial Unicode MS, serif;\">\u00ff<\/span><span style=\"font-family: Calibri, serif;\"><span lang=\"nb-NO\">\u2033 geschrieben. Wir transkribieren es aber in der Regel als einfaches <\/span><\/span><span style=\"font-family: Calibri, serif;\">\u201e<\/span><span style=\"font-family: Calibri, serif;\"><span lang=\"nb-NO\">y\u2033. Nur wenn es pal\u00e4ografisch begr\u00fcndet ist, differenzieren wir zwischen <\/span><\/span>\u201ey\u201c und dem \u00e4hnlich verwendeten \u201eij\u201c.<\/p>\n<p>Auch hinsichtlich der Satz- und Sonderzeichen gibt es einige Ausnahmen von der litteralen Transkription: In den Handschriften werden Klammern auf ganz unterschiedliche Weisen dargestellt. Wir verwenden hier aber einheitlich die modernen Klammerzeichen (&#8230;). Auch die Worttrennungszeichen am Zeilenende weisen eine hohe Varianz auf, weshalb wir sie ausschlie\u00dflich mit einem \u201e\u00ac\u201c wiedergeben. Das im modernen Gebrauch \u00fcbliche Kupplungszeichen \u2013 der Bindestrich \u2013 kommt in den Handschriften kaum vor. Stattdessen finden wir bei Kupplung zweier W\u00f6rter h\u00e4ufig das \u201e=\u201c, das wir mit einem einfachen Bindestrich wiedergeben.<\/p>\n<p>Die Komma- und Punktsetzung \u00fcbernehmen wir so wie sie erscheint \u2013 sofern \u00fcberhaupt vorhanden. Endet der Satz nicht mit einem Punkt setzen wir auch keinen.<\/p>\n<p>Gro\u00df- und Kleinschreibung wird unver\u00e4ndert nach der Vorlage \u00fcbernommen. H\u00e4ufig kann aber nicht eindeutig unterschieden werden ob es sich um einen Gro\u00df- oder Kleinbuchstaben handelt. Das betrifft weitgehend schreiberunabh\u00e4ngig insbesondere das D\/d, das V\/v und auch das Z\/z. Im Zweifelsfall gleichen wir dann den fraglichen Buchstaben mit seiner sonstigen Verwendung im Text ab. In Komposita k\u00f6nnen Gro\u00dfbuchstaben innerhalb eines Wortes vorkommen \u2013 auch sie werden getreu nach der Vorlage transkribiert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den Abschriften f\u00fcr den Ground Truth wird die litterale oder diplomatische Transkription angestrebt. Das bedeutet, dass wir bei der Transkription m\u00f6glichst keine Regulierungen hinsichtlich der Zeichen vornehmen. 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